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Kennst du das Gefühl nach einem Meeting, bei dem du dir denkst: „Für was war das gut?“
Zu lange. Zu viele Themen. Zu wenig Klarheit. Und am Ende bleibt oft nur: noch mehr Arbeit und noch weniger Überblick.
Dabei braucht es in vielen Teams gar keine „besseren Diskussionen“, sondern eine bessere Abstimmung.
Ein Werkzeug aus dem agilen Projektmanagement kann genau das leisten: das Daily Scrum Meeting (auch Daily Stand-up genannt).
Und das Spannende: Es funktioniert nicht nur in Scrum Teams, sondern auch in klassischen Arbeitsumfeldern, überall dort, wo Informationen fließen müssen, damit Zusammenarbeit gelingt.
Der Bergriff scrum kommt aus dem Rugby: Scrum (von scrummage) ist die enge Formation, in der sich die Spieler zusammenschieben, um den Ball wieder ins Spiel zu bringen. Und mit dem Daily Scrum Meeting bringen wir wieder die Arbeit ins Rollen. Das Daily ist ein kurzes, tägliches Status-Meeting des Teams.
Sein Zweck ist simpel und genau deshalb so wirksam:
Im Mittelpunkt stehen nicht Präsentationen, nicht Rechtfertigungen und nicht „Wer hat was falsch gemacht“, sondern das Team und sein Arbeitsfluss.
Das Daily lebt von einer klaren Struktur. Es gibt drei Standardfragen, die jedes Teammitglied beantwortet:
Mehr nicht.
Und genau diese Reduktion erzeugt Fokus: nicht auf „alles“, sondern auf das, was für den nächsten Schritt relevant ist.
Ein wirksames Daily funktioniert nicht, weil Menschen motivierter sind, sondern weil das Format klare Disziplin schafft.
So läuft es ab:
Die Kürze ist kein Nebeneffekt. Sie ist der Kern des Ganzen.
Viele Teams machen an dieser Stelle unbewusst den „klassischen Meeting-Reflex“: Jeder berichtet zur Führungskraft, die dann bewertet, einordnet oder sofort Lösungen vorgibt.
Im Daily ist es anders und das ist entscheidend:
Das ist für Führungskräfte und Prozessbegleitende anfangs oft ungewohnt. Aber wenn es gelingt, entsteht etwas, das in vielen Organisationen fehlt: ein gemeinsames Bild der Arbeit.
Denn sobald jede und jeder nur noch im eigenen „Elfenbeinturm“ arbeitet, wird Zusammenarbeit zur Zufallsbegegnung. Das Daily verhindert genau das.
Ein gutes Daily soll nicht alle Themen lösen.
Im Gegenteil: Ein fruchtbares Daily erzeugt durch seine Kürze bewusst weiteren Gesprächs- und Informationsbedarf, der anschließend in passenden Formaten gedeckt wird, zum Beispiel:
Das Daily ist wie ein Radar: Es zeigt, wo es knirscht und wo man nachfassen muss. Es ist kein Reparaturworkshop.
Ein Daily funktioniert nur, wenn es verlässlich ist.
Dazu gehört:
Klingt streng? Ja. Und genau das ist der Punkt: Ein Daily ist ein Ritual. Rituale wirken nur, wenn sie ernst genommen werden.
Die Idee stammt aus dem agilen Projektmanagement, aber der Nutzen ist universell:
Ob Produktion, Verwaltung, Vertrieb, HR oder Projektarbeit: Überall, wo Aufgaben parallel laufen und Abhängigkeiten bestehen, bringt das Daily Klarheit.
Wenn du das Format einführen willst, halte es am Anfang bewusst simpel:
Nach zwei Wochen könnt ihr evaluieren:
Was hat sich verbessert? Wo hakt es? Was braucht ihr als Team?
Meetings werden nicht besser, weil man „mehr kommuniziert“. Sie werden besser, wenn man klarer kommuniziert: mit Struktur, Zeitrahmen und einem Fokus auf das, was Arbeit wirklich voranbringt.
Das Daily Scrum Meeting ist genau das: Ein kurzes Ritual, das Informationen fließen lässt, Hindernisse sichtbar macht und Zusammenarbeit wieder in Bewegung bringt.
»Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.« Albert Einstein
Ich bin Führungskräfteentwickler und ermögliche Führung, in der Wachstum, Wirkung und Wandel selbstverständlich werden ohne Bewertung und mit echter Entwicklung.
Wie das konkret aussieht, zeige ich dir in meinen sechs Modulen zur Führungskräfteentwicklung: