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Führungskräftetraining ist für mich eine herausfordernde Tätigkeit. Ich weiß nie genau, wie sich ein Seminar entwickelt, welchen Situationen ich begegne und welche Probleme im Moment zu lösen sind. Dabei verlasse ich immer wieder meine Komfortzone. Genau das macht es für mich so spannend, weil ich ständig dazulerne.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, greife ich nicht nur auf mein explizites Wissen zurück, sondern auch auf mein implizites Wissen. Das ist Wissen, das in Erfahrung, Intuition, Gewohnheiten, Körpergefühl und Kontextverständnis steckt und auf das ich in anspruchsvollen Situationen bewusst zugreife.
Aus einer langen Diskussion mit einer Wissenschaftlerin habe ich erfahren, dass die Entwicklung von KI Avataren, die künftig Führungskräftetrainings übernehmen sollen, stark vorangetrieben wird. Es wird intensiv daran gearbeitet, Trainer zu klonen oder einen Avatar als Trainer zu bauen, damit Führungskräfte direkt mit KI arbeiten können.
Ich kann mir gut vorstellen, dass das in einem Bereich hervorragend funktioniert: dort, wo es um Theorie geht. Eine Führungskraft stellt Fragen, diskutiert, lässt sich Zusammenhänge erklären, bekommt Beispiele und vertieft Wissen. Im Grunde ist das eine neue Form des Lernens, ähnlich wie Bücher, Videos oder Onlinekurse, nur eben interaktiver und unmittelbarer.
Nur ist dieser Teil in einem echten Führungskräfteprogramm meist klein. Denn der Kern ist nicht Wissen. Der Kern ist Erleben. Und genau dort beginnt für mich die eigentliche Frage an Führungskräfteentwicklung.
Nach einem kurzen Theorieblock wird das Wissen in Übungen umgesetzt: in Partnerübungen, in Triaden und in Teamsequenzen. Man nimmt Situationen aus dem Arbeitsalltag, bringt sie in einen geschützten Rahmen und probiert neue Wege aus. Man erlebt Wirkung, Widerstand, Unsicherheit und Klarheit. Genau dort passiert tiefes Lernen, weil es nicht im Kopf bleibt, sondern im Körper und in der Beziehung spürbar wird. Genau das ist für mich der Kern von Führungskräfteentwicklung. Dann stellt sich die Frage: Geht dieses Lernen auch mit KI?
Vielleicht bis zu einem gewissen Grad. Eine KI könnte einen Gesprächspartner simulieren, Rollen übernehmen, Varianten anbieten und Feedback geben. Ob das Spaß macht, ist eine andere Frage. Aber selbst wenn es technisch möglich ist, bleibt noch etwas Wesentliches, das Führungskräfteentwicklung ausmacht. Ich möchte das anhand folgender Metapher erklären:
Wenn mir jemand von einer Stadt erzählt, lerne ich nicht nur durch Worte. Ich lerne durch Gesten, durch Mimik, durch Pausen, durch Stimmung. Ich lerne durch das, was zwischen den Sätzen mitschwingt. Vielleicht kann eine KI Gestik und Mimik irgendwann imitieren. Aber das Entscheidende ist nicht die Bewegung. Es ist das, was sie trägt: Präsenz, Charisma, Gefühl, Echtheit.
Ein Mensch vermittelt mir einen Eindruck, der über Inhalte hinausgeht. Wenn mir dann mehrere Menschen von derselben Stadt erzählen, entsteht etwas noch Tieferes: unterschiedliche Perspektiven, unterschiedliche Emotionen, unterschiedliche Bedeutungen. Ich bekomme kein vollständiges Bild, aber ich bekomme ein lebendiges Bild. Und wenn ich später selbst in diese Stadt fahre, kann ich dieses innere Bild überprüfen und erweitern. So ähnlich ist es in Trainings und in Führungskräfteentwicklung:
Die Interaktion zwischen Trainer und Teilnehmenden ist mehr als ein Austausch von Sätzen. Da verändert sich die Stimme, da entsteht Resonanz, da zeigt sich Mut oder Rückzug, da wird etwas bewusst, das vorher nur unklar gespürt wurde. In dieser Begegnung entstehen Einsichten, die nicht aus Information kommen, sondern aus Beziehung. Und genau diese Ebene ist in der Führungskräfteentwicklung oft entscheidend.
Und genau deshalb glaube ich: Wirkliches Lernen in Führung entsteht nicht nur durch Erklärung, sondern durch Erlebnis. Durch Begegnung. Durch intuitives Erfassen. Durch das, was zwischen den Zeilen stattfindet. Durch Sprache, Haltung, Atmosphäre und auch durch das, was wir körperlich spüren, wenn es ernst wird. Für mich ist das die Tiefe, die Führungskräfteentwicklung möglich macht.
Wo ich mir schwer vorstellen kann, dass es mit KI wirklich funktioniert, ist der Moment, in dem im Seminar etwas Unerwartetes passiert. In jedem Entwicklungsseminar entstehen Missverständnisse, Reibungen oder Konflikte, im Plenum oder zwischen Teilnehmenden und Trainer. Gerade diese Unvorhersagbarkeit macht Erfahrungslernen vor Ort so wertvoll, weil die Teilnehmenden die Stimmung im Raum tatsächlich spüren und erleben, wie man damit umgehen kann.
Führung entsteht dort, wo Menschen sich im Kontakt erleben, mit Unsicherheit, Wirkung und echter Rückmeldung.
Wenn eine KI mich eines Tages ersetzen sollte, muss sie wissen, was ich weiß. Das heißt vor allem: auch mein implizites Wissen und mein intuitives Wissen, das im Moment entsteht.
Es ist dieses Wissen, das ich nicht einfach abrufe wie eine Folie oder ein Skript. Es entsteht während des Leitens, weil sich erst im Raum zeigt, was gerade gebraucht wird. Ich weiß ja selbst nicht im Voraus, wie genau ein Seminar ablaufen wird. Und genau deshalb kann ich in einer Situation etwas anstoßen, einen Satz setzen, eine Übung drehen oder einen Konflikt halten, ohne dass es nach Schema F wirkt.
KI kann vieles. Sie kann Wissen ordnen, Fragen beantworten, Perspektiven anbieten. Sie kann ein starkes Werkzeug in der Führungskräfteentwicklung sein, vor allem dort, wo es um Klarheit im Denken und um Reflexion geht.
Aber sie kann nicht ersetzen, was im Raum passiert, wenn Menschen einander wirklich begegnen.
Eine interessante Frage bleibt: Wie werden sich Führungskräfte entscheiden, wenn beides möglich ist?
Avatar oder Trainer?
Die Antwort überlasse ich dir, lieber Leser.
»Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.« Albert Einstein
Ich bin Führungskräfteentwickler und ermögliche Führung, in der Wachstum, Wirkung und Wandel selbstverständlich werden ohne Bewertung und mit echter Entwicklung.
Wie das konkret aussieht, zeige ich dir in meinen sechs Modulen zur Führungskräfteentwicklung: