Abstand zu belastenden Gedanken gewinnen

Eine Übung für Führungskräfte, um belastende Gedanken bewusster wahrzunehmen und innerlich Abstand zu ihnen zu gewinnen.

Worum es in der Übung geht

Belastende Gedanken können viel Aufmerksamkeit binden und sich dadurch immer weiter verstärken. Diese Übung unterstützt dich dabei, Gedanken als innere Vorgänge wahrzunehmen, ohne dich vollständig mit ihnen zu identifizieren oder ihnen automatisch zu folgen.

Wann die Übung sinnvoll ist

Die Übung kann besonders hilfreich sein, wenn Gedanken immer wieder kreisen, dich innerlich unter Druck setzen oder deine Klarheit im Führungsalltag beeinträchtigen.

Abstand zu belastenden Gedanken gewinnen

So gehst du vor

1. Nimm den belastenden Gedanken bewusst wahr
Halte kurz inne und benenne, welcher Gedanke gerade auftaucht.

2. Hinterfrage den Gedanken
Prüfe, ob der Gedanke wirklich zutrifft oder ob du ihm mehr Bedeutung gibst, als er verdient.

3. Erkenne: Du bist nicht dein Gedanke
Der Gedanke ist gerade da, aber er ist nicht die Wirklichkeit und sagt nicht aus, wer du bist.

4. Wechsle in die Beobachterperspektive
Sage nicht: „Ich habe belastende Gedanken“, sondern: „Ich beobachte gerade, wie ein belastender Gedanke entsteht.“

5. Entwickle den Gedanken nicht weiter
Versuche, ihn weder weiterzudenken noch ausführlich zu analysieren. Dadurch gibst du ihm weniger zusätzliche Aufmerksamkeit.

6. Lass den Gedanken weiterziehen
Gedanken tauchen auf und verschwinden häufig wieder. Beobachte diesen Vorgang, ohne etwas mit dem Gedanken tun zu müssen.

Worauf du achten solltest

Die Übung soll Gedanken nicht verdrängen oder schönreden. Sie unterstützt dich dabei, bewusster zu entscheiden, wie viel Aufmerksamkeit du einem Gedanken geben möchtest.

Weiterführender Hinweis

Wenn du dich als Führungskraft nicht nur im Außen, sondern auch im Umgang mit dir selbst weiterentwickeln möchtest, findest du hier weitere Übungen und Impulse zur Persönlichkeitsentwicklung.

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